Über diese Studie (November 2025)
Wie stark verändert KI bereits die Google-Suche? Um das (Stand November 2025) zu klären, haben wir in einer anonymen Online-Studie 439 Teilnehmer befragt. Die Teilnehmer stammen aus unterschiedlichen Altersgruppen (ab 18 Jahren) und diversen Berufsgruppen. Die Erhebung zeigt den aktuellen Status Quo im Wandel des Suchverhaltens.
Die Studie wurde durchgeführt von maxonline®.
Die klassische Google-Suche ist mit 370 Nennungen (84,4 %) die dominante Startplattform. Gleichzeitig geben 178 Teilnehmer (40,6 %) an, bereits spezialisierte KI-Chatbots (wie ChatGPT oder Perplexity) für die initiale Suche zu nutzen. Die integrierten KI-Antworten von Google (AI Overviews) werden von 123 Teilnehmern (28,1 %) ebenfalls verwendet.
Ableitung: Die Suche fragmentiert sich. Während Google seine Vormachtstellung hält, etabliert sich die direkte KI-Suche als starker zweiter Kanal. Für Unternehmen bedeutet dies, dass eine reine SEO-Fokussierung nicht mehr ausreicht; Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten wird entscheidend.
Die Nutzung von KI-Sprachmodellen ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ungefähr die Hälfte (237 Teilnehmer) nutzt Tools wie ChatGPT, Gemini oder Copilot bereits mehrmals wöchentlich oder sogar täglich. Dem gegenüber steht eine Minderheit von 82 Personen (18,8 %), die solche Modelle bisher noch nicht aktiv genutzt hat.
Ableitung: KI-Assistenten sind für eine signifikante Nutzergruppe bereits ein etabliertes Werkzeug im Alltag und kein reines Nischenphänomen mehr.
KI-Modelle werden primär als Produktivitäts-Werkzeuge eingesetzt. Die häufigsten Anwendungsfälle sind die Recherche und Informationssuche (247 Nennungen) und die Texterstellung (220 Nennungen). Auch die Zusammenfassung komplexer Sachverhalte (151 Nennungen) ist ein zentraler Nutzen.
Ableitung: Nutzer setzen KI gezielt zur Effizienzsteigerung bei klassischer "Wissensarbeit" (Knowledge Work) ein. Die Modelle dienen als Assistenten, um Informationsbeschaffung und Content-Erstellung zu beschleunigen.
Im Markt der KI-Modelle zeigt sich eine klare Präferenz: ChatGPT (OpenAI) ist mit 247 Nennungen (56,2 %) das mit Abstand am häufigsten genutzte Tool. Google Gemini (bzw. die Google Search AI Overviews) folgt mit 151 Nennungen (34,4 %).
Ableitung: Die Markenbekanntheit und der frühe Markteintritt sichern ChatGPT eine dominante Stellung. Google profitiert jedoch stark von der direkten Integration seiner KI-Funktionen in die bestehende Suchmaschine.
1 = Überhaupt nicht vertrauenswürdig
5 = Absolut vertrauenswürdig
Das Vertrauen in die von KI-Chatbots gelieferten Informationen ist überwiegend neutral. Auf einer Skala von 1 (gar nicht) bis 5 (absolut) wählt die große Mehrheit von 261 Teilnehmern (59,4 %) die Mitte (3). Die Extreme sind geringer ausgeprägt: 82 Personen (18,8 %) tendieren zu hohem Vertrauen (4), während 96 Personen (21,9 %) skeptisch sind (1 oder 2).
Ableitung: Die Nutzer zeigen eine gesunde Vorsicht. KI wird als nützlicher Assistent gesehen, aber nicht als unfehlbare Autorität. Die Ergebnisse werden (zumindest mental) hinterfragt.
Dieses Ergebnis ist für Publisher und Website-Betreiber kritisch: 316 von 439 Teilnehmern (kombiniert 71,9 %) klicken "Selten oder nie" (165) oder nur "Manchmal" (151) auf die Quellenangaben am Ende einer KI-Antwort. Nur eine Minderheit prüft "Oft" (69) oder "Fast immer" (55) die Links.
Ableitung: Die KI-Zusammenfassung wird von der Mehrheit als ausreichend erachtet; die Notwendigkeit, die ursprüngliche Quelle zu besuchen, entfällt oft. Dies verstärkt das "Zero-Click"-Szenario, bei dem Nutzer ihre Antwort direkt auf der Suchplattform erhalten, ohne Traffic an die eigentlichen Content-Ersteller weiterzuleiten.
Bei der Qualität einer KI-Antwort sind "Soft-Faktoren" entscheidend: Die Einfachheit und Verständlichkeit (288 Nennungen) ist den Nutzern am wichtigsten, dicht gefolgt von der Präzision/Faktenkorrektheit (220 Nennungen). Die reine Geschwindigkeit (151) ist sekundär.
Ableitung: Nutzer erwarten von KI nicht nur Rohdaten, sondern eine Aufbereitung und verständliche Synthese. Qualität und Korrektheit der Information schlagen die reine Antwortgeschwindigkeit.
1 = Sehr unwahrscheinlich
5 = Sehr wahrscheinlich
Die Einschätzung zur Zukunft der KI-Suche ist stark polarisiert. Einer neutralen Mitte (137 Teilnehmer) steht ein großes Lager von Befürwortern (164 Teilnehmer für Skala 4 und 5) und ein fast ebenso großes Lager von Skeptikern (137 Teilnehmer für Skala 1 und 2) gegenüber.
Ableitung: Es gibt keine einheitliche Meinung zur Dominanz der KI-Suche. Dies deutet auf eine zukünftige Koexistenz hin, in der Nutzer je nach Präferenz und Anwendungsfall zwischen KI-Dialogen und klassischer Link-Suche wechseln werden.
Obwohl KI-Antworten auf dem Vormarsch sind, bleibt das antrainierte Nutzerverhalten stark: Die ersten 3-5 organischen Suchergebnisse (Links) sind für 329 Teilnehmer (75,0 %) das primäre Klickziel. Das KI-generierte Feld (AI Overview) ist jedoch mit 192 Nennungen (43,8 %) bereits ein massiver Konkurrent um die Aufmerksamkeit auf der Ergebnisseite.
Ableitung: Klassische SEO für die organischen Ränge bleibt (noch) der wichtigste Faktor. Das Ignorieren der KI-Box ist jedoch keine Option mehr, da sie fast die Hälfte der Nutzeraufmerksamkeit bindet.
Die Teilnehmer erwarten eine hybride Zukunft. Sie gehen davon aus, dass sowohl Klassische Suchmaschinen (302 Nennungen) als auch KI-Chatbots (274 Nennungen) in den nächsten Jahren wichtiger für die Informationsentdeckung werden.
Ableitung: Dies bestätigt die Erwartung einer fragmentierten Suchlandschaft. Es wird keinen einzelnen Gewinner geben. Nutzer werden je nach Bedarf (schnelle, direkte Antwort vs. tiefergehende Recherche mit Link-Auswahl) das passende Tool – Chatbot oder klassische Suche – wählen.
Die Studie zum Suchverhalten 2026 zeigt eine klare Fragmentierung des Marktes: Die klassische Google-Suche ist zwar weiterhin die dominante Startplattform (84,4 %), doch KI-Chatbots haben sich als einflussreicher zweiter Kanal etabliert, der von der Hälfte der Befragten bereits wöchentlich oder täglich genutzt wird.
Zwei zentrale Entwicklungen sind erkennbar:
Für Unternehmen bedeutet dies, dass Sichtbarkeit nicht mehr nur in den blauen Links bei Google, sondern zwingend auch in den direkten Antworten von KI-Systemen stattfinden muss. Mit laufender SEO und GEO (Generative Engine Optimization) bzw. LLMO (Large Language Model Optimization) ist das möglich. Mehr dazu: Laufende SEO und GEO Betreuung.
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