Wichtig vorab: Marketingbudgets sind immer eine Range, keine Punktzahl – aber eine Range, mit der du planen kannst. Ehrlich statt beschönigend: Wir sagen dir auch, wo Angebote unrealistisch werden.
Kurzantwort: In welcher Größenordnung liegt Hotelmarketing 2026?
Für Eilige die Sofort-Antwort: Laufende Betreuung durch eine Agentur liegt typisch zwischen ca. 1.500 € und 12.000 €+ pro Monat – abhängig von Hotelgröße und Ambition. Das Media-Budget (Google Ads, Meta Ads) kommt on top.
Merke dir eine Sache: Agenturhonorar und Media-Budget sind zwei getrennte Posten. Ein „alles inklusive 1.000 €“-Angebot funktioniert selten, weil davon entweder kaum Arbeitszeit oder kaum Werbebudget übrig bleibt. Als grober Marketing-Korridor gilt in der Hotellerie eine Faustzahl von 3–6 % vom Nettoumsatz (branchenüblicher Richtwert). Im Aufbau oder vor der Hauptsaison kann dieser Anteil temporär höher liegen.
| Hotelgröße | Typisches Monatsbudget (Honorar) | Grobe Zeit bis Wirkung |
|---|---|---|
| Klein (15–30 Zimmer) | ca. 1.500–3.000 € | 3–6 Monate |
| Mittel (30–80 Zimmer) | ca. 3.000–6.000 € | 3–9 Monate |
| Groß (80+ Zimmer) | ca. 6.000–12.000 €+ | stabiler ROI ab 9–12 Monaten |
Deine Leistungspakete: Was bekommst du für welches Budget?
Statt vager Prosa hier der direkte Vergleich. So siehst du auf einen Blick, was ein Budget realistisch abdeckt:
| Paket | Kern-Leistungen | Honorar/Monat | Media-Budget | Zeit bis Wirkung |
|---|---|---|---|---|
| Basis | Hotel-SEO-Grundlagen, Google-Unternehmensprofil, Reporting | ca. 1.500–3.000 € | optional ab 500 € | erste Effekte 3–6 Mon. |
| Wachstum | SEO + Content + Google/Meta Ads + CRM/Newsletter | ca. 3.000–6.000 € | 1.000–3.000 € | 3–6 Mon. Ads, 6–9 Mon. SEO |
| Vollausbau | Full-Funnel, GEO/KI-Sichtbarkeit, Digitale PR, laufende Optimierung | ca. 6.000–12.000 €+ | 3.000 €+ | stabiler ROI 9–12 Mon. |
Für wen passt was?
- Basis: kleines Ferienhaus oder Pension, das die Grundlagen sauber aufsetzen und lokal gefunden werden will.
- Wachstum: mittleres Stadt- oder Ferienhotel mit klarer Direktbuchungsambition, das mehrere Kanäle parallel bespielen will.
- Vollausbau: Hotel mit hoher OTA-Abhängigkeit oder Wachstumsziel, das den vollen Funnel besetzen und auch in KI-Antworten (GEO) präsent sein will.
Ehrlichkeits-Hinweis: Unterhalb von ca. 1.500 € im Monat ist seriöse, professionelle Hotel-Betreuung kaum darstellbar. Wer dir volle Betreuung für 300–500 € verspricht, kann in dieser Zeit weder Strategie noch Umsetzung noch Reporting leisten. Dein Marketingbudget sollte sich am Ziel orientieren, nicht am billigsten Angebot. Welche Kanäle in welcher Reihenfolge wirken, erklären wir im Überblick zu Kanäle und Prioritäten im Hotelmarketing.
Was ist das im Vergleich zur OTA-Provision?
Das ist der Punkt, an dem sich die Wahrnehmung dreht. Zweistellige Provisionssätze an Booking.com oder Expedia klingen für viele Hoteliers „normal“. 3–6 % Marketingbudget klingen dagegen nach einem Kostenblock. Der direkte Vergleich zeigt, warum das eine Fehleinschätzung ist. Zur Einordnung: Booking.com berechnet in EU-Ländern standardmäßig meist 12–15 %, mit Preferred-Partner-Aufschlägen bis rund 18–20 %. Expedia liegt für unabhängige Häuser oft bei 15–20 % oder höher.
Beispielrechnung: Ferienhotel Österreich, ca. 40 Zimmer
- Jahresumsatz: 2.000.000 €
- Anteil über OTA: 60 % → 1.200.000 € OTA-Umsatz
- Provisionssatz: 18 % → 216.000 € Provisionslast pro Jahr
- Agenturhonorar (Wachstumspaket 4.000 €/Monat): 48.000 €/Jahr
- Break-even: rund 267.000 € OTA-Umsatz zur Direktbuchung verschieben (48.000 € ÷ 18 %) – knapp ein Viertel deines OTA-Umsatzes
Alles darüber hinaus ist reiner Gewinn an eingesparter Provision – und zwar jedes Jahr wieder. Jeder Umsatz-Euro, den du von der OTA zur Direktbuchung verschiebst, spart die Provision dauerhaft, und eine Direktbuchung hat zusätzlich den höheren Deckungsbeitrag. Die richtige Frage ist also nicht „Was kostet Hotelmarketing?“, sondern „Wie viel Provision kann ich mir zurückholen?“. Wie du diese Verschiebung angehst, zeigen die 7 Hebel unter Booking-Provision senken. Was eine Direktbuchung wert ist, vertiefen wir unter Direktbuchungen steigern.
Was treibt deine Hotelmarketing-Kosten nach oben oder unten?
Keine Blackbox: Hier siehst du, was den Preis bewegt – damit du dein eigenes Budget realistisch einordnen kannst.
Preistreiber (nach oben)
- Zimmeranzahl und Umsatzhöhe
- Standort: Stadthotel in Wien, Salzburg oder Innsbruck ist umkämpfter als eine ruhige Ferienregion
- Mehrere Zielmärkte und Sprachen (z. B. DE/EN/IT)
- Hohe Wettbewerbsdichte am Markt
- Ambitionierte Direktbuchungsquote
- Starke OTA-Abhängigkeit als Ausgangslage
- Zustand von Website und Buchungsmaschine
Preissenker (nach unten)
- Sauberes technisches Fundament ist bereits vorhanden
- Guter Content-Bestand (Texte, Angebote) existiert
- Interne Ressourcen wie Fotos und aktuelle Angebote werden zugeliefert
- Fokussierter Kanal-Mix statt Gießkanne über alle Plattformen
Österreich-Spezifikum Saisonalität: Budgetspitzen liegen vor der Winter- und Sommersaison, der Cashflow schwankt entsprechend. Unsere Empfehlung: Media-Budget saisonal takten – dort investieren, wo Nachfrage entsteht – statt in der Nebensaison fixe Panik-Kosten zu tragen. Trenne außerdem einmalige von laufenden Kosten:
- Einmalig: Website-Relaunch, Buchungsmaschinen-Setup, Foto-/Video-Produktion, Tracking-Setup
- Laufend (Retainer): SEO, Ads, Social Media, Content, Reporting
Die Hotel-SEO-Kosten stecken überwiegend im laufenden Retainer, weil Suchmaschinenoptimierung ein kontinuierlicher Prozess ist – Details dazu unter Hotel-SEO. Klassische Werbe-Kosten (Google/Meta Ads) teilen sich in einmaliges Setup plus laufendes Media-Budget auf.
Agentur oder selbst machen? Kostenvergleich
Berechtigter Einwand: „Kann ich das nicht selbst machen?“ Ehrliche Antwort: teilweise ja, komplett meist nicht sinnvoll. Eine Vollzeit-Marketingkraft kostet dich inklusive Lohnnebenkosten und Tools deutlich mehr als ein typischer Agentur-Retainer – bei gleichzeitig begrenzter Spezialtiefe. SEO, GEO, Ads und Technik sind selten in einer Person vereint.
Realistischer ist ein Mischmodell: Dein Team liefert Content, Fotos und Angebote zu, die Agentur steuert Strategie, Technik und Kanäle. So bleibt das Wissen über dein Haus intern, die Spezialtiefe kommt von außen. Drei gängige Abrechnungsmodelle:
- Retainer: monatlich fixer Betrag für definierte laufende Leistungen – planbar, gut für SEO/Ads/Social.
- Projekt: einmaliger Festpreis für abgegrenzte Vorhaben wie einen Website-Relaunch.
- Stundenhonorar: flexibel für kleinere, punktuelle Aufgaben.
In allen Modellen gilt bei uns: Honorar und Media-Budget werden getrennt ausgewiesen. So weißt du immer, was in Arbeit und was in Werbung fließt.
Häufige Fragen
Was kostet Hotelmarketing im Monat?
Die laufende Agenturbetreuung liegt typisch zwischen ca. 1.500 € und 12.000 €+ Honorar pro Monat, je nach Hotelgröße und Ambition. Das Media-Budget für Google/Meta Ads kommt on top. Kleine Häuser starten am unteren Ende, große Hotels mit Full-Funnel-Ansatz am oberen.
Reichen 1.000–1.500 € Marketingbudget im Monat für ein Hotel?
Für ein kleines Haus mit klarem Fokus ist das als Einstieg denkbar – etwa für SEO-Grundlagen und ein optimiertes Google-Profil. „Voll betreut für 300–500 €“ ist dagegen unrealistisch. Unter ca. 1.500 € wird professionelle Hotel-Betreuung schwierig.
Was kostet eine Hotel-SEO-Betreuung im Monat?
Eine laufende Hotel-SEO-Betreuung bewegt sich typisch im Retainer von ca. 1.500–3.000 €+, je nach Wettbewerb und Umfang. Erste Effekte zeigen sich meist nach 3–6 Monaten. Details unter Hotel-SEO.
Welche einmaligen Kosten kommen zusätzlich zum Retainer auf mich zu?
Je nach Ausgangslage: Website-Relaunch, Setup der Buchungsmaschine, Foto- und Video-Produktion sowie das Tracking-Setup. Diese variieren stark nach Umfang und werden separat vom monatlichen Honorar kalkuliert.
Ab wann rechnet sich Hotelmarketing gegenüber der OTA-Provision?
Sobald die verschobenen Direktbuchungen die eingesparte Provision übersteigen. Beispiel: Bei 48.000 € Jahreshonorar und 18 % OTA-Provision musst du rund 267.000 € Umsatz von der OTA zur Direktbuchung verschieben, um das Honorar zu decken – alles darüber ist eingesparte Provision, jedes Jahr wieder.
